Schwäbisch Hall, 28. Oktober 2026 – Ein Liefertermin ist schnell zugesagt. Ob die benötigten Maschinenkapazitäten zum vorgesehenen Zeitpunkt tatsächlich verfügbar sind, zeigt sich jedoch häufig erst bei der Produktionsplanung. Mit dem Modul „Virtueller Liefertermin“ (VLT) der MES-Software proMExS ermöglicht die Sack EDV-Systeme GmbH, mögliche Liefertermine bereits in der Angebotsphase zu berechnen. Dazu werden Angebotspositionen als virtuelle Aufträge in der Fertigungsplanung berücksichtigt, ohne dass bereits verbindliche Bestellungen vorliegen müssen. Unternehmen können so fundiertere Terminzusagen treffen und mögliche Kapazitätsengpässe frühzeitig erkennen.
„Für die Preisermittlung eines Angebots wird häufig viel Aufwand betrieben. Der Liefertermin dagegen wird oft nur grob geschätzt, ohne die Produktionsauslastung ausreichend zu berücksichtigen“, erklärt Tilmann Sack, Geschäftsführer der Sack EDV-Systeme GmbH.
Gehen beispielsweise zwei Anfragen für Bauteile ein, für deren Fertigung dieselbe CNC-Maschine benötigt wird, ist zunächst unklar, welche Bestellung tatsächlich erteilt wird. Dennoch erwarten beide Interessenten eine Terminangabe. Werden bei der Kapazitätsplanung ausschließlich bereits erteilte Aufträge berücksichtigt, bleiben solche potenziellen Belastungen zunächst außen vor. Kommen später mehrere Bestellungen zustande, können sich daraus Engpässe und Terminverschiebungen ergeben.
Liefertermine berechnen, bevor ein Fertigungsauftrag existiert
Das VLT-Modul von proMExS ermöglicht es, Angebotspositionen als virtuelle Aufträge in die Fertigungsfeinplanung einzubeziehen und auf dieser Grundlage mögliche Fertigstellungstermine zu berechnen. Dabei berücksichtigt die Software neben der Kapazitätsauslastung zum jeweiligen Produktionszeitpunkt auch Faktoren wie die Material- und Personalverfügbarkeit. Der ermittelte Termin kann direkt in die jeweilige Angebotsposition übernommen und mit einem Erstellungsdatum versehen werden. Ein regulärer Fertigungsauftrag muss dafür nicht angelegt werden.
Die virtuellen Aufträge sind im proMExS-Leitstand besonders gekennzeichnet und können bei der Feinplanung wahlweise ein- oder ausgeschaltet werden. Planungsverantwortliche können damit auch noch nicht bestätigte Aufträge in die Kapazitätsbetrachtung einbeziehen und erkennen, welche zusätzlichen Belastungen sich daraus ergeben könnten. Darüber hinaus ermöglicht das Modul, Maschinenkapazitäten für künftige Aufträge zu reservieren.
Auswirkungen auf die gesamte Fertigungsplanung erkennen
Die Terminberechnung ist in die Fertigungsfeinplanung von proMExS eingebunden. Die MES-Software verfügt dazu über einen integrierten APS-Leitstand (Advanced Planning and Scheduling), der Maschinen, Material, Personal und Hilfsmittel in einem gemeinsamen Planungslauf berücksichtigt. Die grafische Plantafel macht sichtbar, wie sich Veränderungen in der Planung auf andere Aufträge auswirken. Werden beispielsweise Aufträge verschoben oder Prioritäten geändert, lassen sich mögliche Terminverschiebungen unmittelbar erkennen. Auch die Auswirkungen potenzieller Aufträge können so in die Planung einbezogen werden.
„Eine Terminzusage im Vertrieb hat unmittelbare Folgen für die Fertigung. Wenn bereits bei der Angebotserstellung erkennbar ist, welche Kapazitäten ein möglicher Auftrag benötigt, lassen sich Konflikte früher erkennen. Das schafft mehr Planungssicherheit für den Vertrieb und die Produktion“, erklärt Tilmann Sack.
(Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.)
proMExS macht Liefertermine bereits in der Angebotsphase planbar