Meerbusch, 27. Oktober 2026 – Ist die Schrift auf dem Bildschirm groß genug? Etwa die Hälfte der Beschäftigten in einer Untersuchung der Ernst-Abbe-Hochschule Jena war überzeugt, sie entsprechend den Richtlinien eingestellt zu haben. Tatsächlich lagen nur vier Prozent im empfohlenen Bereich. Auch bei der Bildschirmhöhe zeigte die Vermessung von 152 Arbeitsplätzen Handlungsbedarf: Jeder vierte Monitor stand deutlich zu hoch. Einstellungen, die im Alltag kaum auffallen, können die Augen zusätzlich belasten.
Damit rückt auch das sogenannte Computer Vision Syndrome in den Blick. Was sich dahinter verbirgt, erklärt Dr.-Ing. Oliver Kolbe, Leiter der Optometrie an der Henneberg-Rehaklinik Masserberg und Lehrbeauftragter an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena: „Computer Vision Syndrom ist keine Diagnose, sondern ein Sammelbegriff für Beschwerden, die mit Bildschirmarbeit zusammenhängen: müde, tränende oder juckende Augen, Druckgefühl, Kopfschmerz, schwankende Sehleistung.“
Kolbe beschäftigt sich seit mehr als 15 Jahren mit visueller Ergonomie und hat selbst an der Untersuchung mitgewirkt. Die Ergebnisse zeigen, warum es sich lohnt, die Einstellungen am Bildschirm zu überprüfen: Denn wenn die Schrift zu klein ist, wandert der Kopf häufig unbewusst nach vorn. Steht der Bildschirm zu hoch, kann eine ungünstige Kopfhaltung hinzukommen. Zudem bleiben die Anforderungen an die Augen über Stunden nahezu gleich: kleine Zeichen, eine ähnliche Entfernung und wenig Abwechslung.
Was sich am Arbeitsplatz verbessern lässt
Entlastung beginnt deshalb mit einfachen Anpassungen. Die Schrift lässt sich über die Systemskalierung oder die Zoomfunktion vergrößern, während ein tiefer eingestellter Monitor einen leicht gesenkten Blick ermöglicht. Als Orientierung für den Abstand dient etwa eine Armlänge. Fenster sollten seitlich zum Bildschirm liegen, damit Reflexionen das Lesen möglichst wenig stören. Wer regelmäßig aufsteht und in die Ferne schaut, bringt zudem Bewegung und wechselnde Sehentfernungen in den Arbeitstag.
Hybri Monitor: Umgebungslicht für die Bilddarstellung nutzen
Große Unterschiede zwischen Bildschirm, Papiervorlage und Raum erfordern eine ständige Anpassung der Augen, entsprechend sollte auch die Helligkeit des Displays zur Umgebung passen. Um diese Anpassung zu optimieren, können moderne Monitore wie der Hybri Monitor von HANNspree zusätzlich Umgebungslicht zur Bilddarstellung nutzen. Bei ausreichend Licht lässt sich die Hintergrundbeleuchtung reduzieren oder abschalten und bei Bedarf wieder zuschalten. Zudem zeichnet sich der Hybri Monitor durch einen Helligkeitssensor und eine matte Oberfläche aus. Auch das schont die Augen.
Dass eine Displaytechnologie jedoch allein Beschwerden verhindert, ist nicht belegt. Entscheidend bleibt, wie Bildschirm, Umgebung und Arbeitsgewohnheiten zusammenspielen. Kolbe bringt es so auf den Punkt: „Der Monitor ist die Voraussetzung für einen guten Arbeitsplatz, nicht die Lösung für sich.“
(Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.)
Bildschirm optimal eingestellt? Fehlanzeige!