Bestimmt haben Sie schon öfters gehört, wie wichtig psychische Gesundheit ist und das „mental health matters“.
Doch warum?
Ganz einfach: Weil die Zahlen (alle aus dem Jahr 2024) bezogen auf psychische Erkrankungen, wozu beispielsweise auch Stresserkrankungen wie der Burn-out gehören, eine traurige Sprache sprechen:
Im Jahr 2024 erhielten in Deutschland 40,9 Prozent der Erwachsenen die Diagnose einer psychischen Störung; das sind zwei von fünf Erwachsenen! Dabei lag der Anteil mit 44,3 Prozent bei Frauen höher als bei Männern (36,8 Prozent).
Betrachtet man diese Entwicklung über mehrere Jahre (konkret seit 2012) wird ein stetiger Zuwachs im Bereich dieser Erkrankungen verzeichnet.
In Bezug auf den Anteil aller Fehltage stehen psychische Erkrankungen mit 17,4 Prozent an dritter Stelle. (An erster Stelle stehen Atemwegserkrankungen mit 19,4 Prozent (die Corona-Pandemie lässt grüßen) und an zweiter Stelle Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems mit 17,8 Prozent.)
Die Anzahl an Arbeitsunfähigkeitstagen ist mit 341,4 AU-Tagen pro 100 Versicherter im Vergleich zum Vorjahr (340,5 AU-Tage) zwar nur leicht, aber dennoch weiter angestiegen.
Mit 32,9 Tagen weisen psychische Erkrankungen eine überdurchschnittlich lange Krankschreibungsdauer auf. (Als Vergleich: Bei Atemwegserkrankungen waren es durchschnittlich nur 5,7 Tage und bei Muskel-Skelett-Erkrankungen 13,8 Tage.)
Innerhalb der psychischen Erkrankungen stehen eindeutig Depressionen (inklusive depressiver Episoden und depressiver Störungen) bei der Anzahl an Arbeitsunfähigkeitstagen mit 182,6 AU-Tagen an erster Stelle.
Arbeitsunfähigkeitstage durch Burn-out sind in den letzten fünf Jahren (2019 bis 2025) um 33 Prozent und Krankheitsfälle um sage und schreibe 46 Prozent gestiegen! Wobei das jedoch nur die bekannten Fälle sind; also die Fälle, bei denen tatsächlich eine entsprechende ärztliche Diagnose vorlag. Mediziner gehen allerdings von einer extrem hohen Dunkelziffer aus, weil viele praktizierende Ärzte Burn-out weiterhin nicht als eigenständige Krankheit ansehen und deswegen als Diagnose andere Erkrankungen in den Vordergrund stellen.
Bei vorausgegangenen psychischen Erkrankungen wurde ein Anstieg der Berufsunfähigkeit um sage und schreibe 40 Prozent ermittelt!
Arbeitsausfälle wegen Depressionen, Belastungsreaktionen und Ängsten waren im Jahr 2023 mit einer Zunahme von 52 Prozent auf einem neuen und traurigen Höchststand!
(Die Zahlen entstammen dem DAK-Gesundheitsreport und dem Mental Health Surveillance Bericht des RKI.)
Mit diesen Zahlen steht Deutschland übrigens auch nicht allein da. Der negative Trend ist auf der ganzen Welt erkennbar.
Es wird also allerhöchste Zeit, sich um die eigene psychische Gesundheit zu kümmern und diese zu erhalten und zu stärken! Am besten geht das, indem Sie Stressmanagement betreiben, sich also Methoden erarbeiten, mit denen Sie Stress sowohl abbauen als auch vorbeugen können. Diese Methoden sind sehr individuell; sie unterscheiden sich also von Mensch zu Mensch. Während der eine sich beispielsweise nach der Arbeit beim Sport auspowert und so Stress abbaut, fährt ein anderer eher in den Schrebergarten, setzt sich vor ein Klavier oder meditiert.
Um nun zu ergründen, wie Sie am besten Stress abbauen können, bietet sich ein Bildungsurlaub an. In dieser Woche, in der Sie die Gelegenheit haben, sich aus dem beruflichen und privaten Alltag mit den dazugehörenden Routinen, Verpflichtungen und Zwängen zurückzuziehen, können Sie ganz in Ruhe Ihre typischen Stressoren ergründen und sich Möglichkeiten erarbeiten, besser mit diesen umzugehen. Außerdem können Sie sich Gedanken über Ihre Einstellungen machen und Methoden herausfinden, mit denen es Ihnen gelingt, Stress sowohl abzubauen als auch vorzubeugen.
Nutzen Sie daher den World Mental Health Day, schauen Sie sich ganz unverbindlich auf unserer Website um und entdecken Sie unsere Bildungsurlaube, wo für jeden Geschmack der passende dabei ist: https://www.biek-ausbildung.de/stressmanagement-umgang-mit-stress-lernen/
Ich bin sicher, Sie finden den passenden Bildungsurlaub für sich!
(Bildquelle: Олег Безруков, Pixabay)
Mental health matters!