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ergonomic care München als Meisterbetrieb für mechatronische Prothesen und Orthesen zertifiziert

• ergonomic care GmbH • 3 Min. Lesezeit
Das Sanitätshaus Ergonomic Care in München
Das Sanitätshaus Ergonomic Care in München
Zertifizierter Meisterbetrieb für mechatronische Prothesen und Orthesen am Sendlinger Tor

Das Münchner Sanitätshaus ergonomic care ist als Meisterbetrieb für mechatronische Prothesen und Orthesen zertifiziert. Der Fachbetrieb in der Lindwurmstraße 5 am Sendlinger Tor passt sensorgesteuerte Hilfsmittel an, programmiert sie und betreut die Anwenderinnen und Anwender im Alltag. Die Zertifizierungen umfassen vier Bereiche: die mechatronischen Kniegelenke des Herstellers Ottobock, die mikroprozessorgesteuerte Beinorthese C-Brace, die myoelektrische Armorthese MyoPro des Herstellers Myomo und das aktive Vakuumsystem Harmony für den Halt des Prothesenschafts. Laufende Weiterbildungen und Folgezertifizierungen halten das Team bei den jeweiligen Systemen auf dem aktuellen Stand. Seit 2006 fertigt ergonomic care in einer eigenen Werkstatt Prothesen, Orthesen, Einlagen sowie Steh- und Gehapparate. Das Qualitätsmanagement ist nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert. Die Versorgungen richten sich an Menschen nach einer Amputation sowie an Patientinnen und Patienten mit Lähmungen infolge neurologischer Erkrankungen wie Multipler Sklerose, ALS oder eines Schlaganfalls.

Mechatronik in der Orthopädietechnik: Sensoren steuern das Gelenk

Mechatronische Gelenksysteme verbinden mechanische Bauteile mit Elektronik und Software. Sie erfassen Bewegungen in Echtzeit und passen das Verhalten des Gelenks automatisch an die jeweilige Situation an. In der Prothetik gilt die 1997 vorgestellte C-Leg von Ottobock als erste vollständig mikroprozessorgesteuerte Beinprothese. Inzwischen wird das Prinzip auch in der Orthetik eingesetzt. Für die Nutzer bedeutet das mehr Sicherheit beim Stehen und Gehen. Klinische Studien und Register zur C-Brace berichten etwa von Verbesserungen bei Gehgeschwindigkeit, Gleichgewicht und Treppensteigen sowie von weniger Stürzen. Zugleich stellt die Technik hohe Anforderungen an den versorgenden Betrieb. Gelenksysteme müssen individuell programmiert, Schäfte und Orthesenschalen millimetergenau angepasst und die Anwender intensiv geschult werden. Hersteller koppeln die Versorgung deshalb häufig an Zertifizierungsprogramme, in denen Techniker und Fachbetrieb ihre Qualifikation nachweisen.

Vier Versorgungsbereiche: Was ergonomic care konkret anbietet

Bei den Kniegelenken deckt ergonomic care die Knie-Familie von Ottobock ab. Sie reicht vom rehabilitativ ausgerichteten Kenevo über das C-Leg bis zu den Systemen Genium, Genium X3 und Genium X4. In der Beinorthetik passt das Team die Ganzbeinorthese C-Brace an. Ihre Sensoren erfassen rund 100-mal pro Sekunde Daten, auf deren Basis eine Hydraulik Stand- und Schwungphase des Kniegelenks regelt. Das soll Menschen mit Teillähmungen ein natürlicheres Gangbild ermöglichen. Für Arm und Hand bietet der Betrieb das MyoPro-System von Myomo an. Diese motorisierte Orthese misst schwache Muskelsignale und setzt sie in Bewegungen von Arm und Hand um, sodass Betroffene im Alltag wieder beide Hände einsetzen können. Das Harmony-System erzeugt über ein aktives Vakuum einen Unterdruck im Prothesenschaft. Es verbessert den Halt, schützt die Stumpfgesundheit und erleichtert die Kontrolle über die Prothese. Fachlich verantwortlich sind die Orthopädietechnik-Meister Marcin Dyszkiewicz, Philipp Lipowsky, Thomas Jänike und Benno Maurer. In der hauseigenen Werkstatt entsteht jede Versorgung auf Basis von Vermessung und Gipsabdruck. Vor der Übergabe testen die Anwender eine Probeversion im Alltag. "Elektronisch gesteuerte Gelenke sind keine statischen Produkte. Sie müssen regelmäßig gewartet, nachjustiert und an veränderte Lebenssituationen angepasst werden", sagt Ashraf Salameh, Inhaber und Geschäftsführer von ergonomic care.

Bedeutung für Patientinnen und Patienten in München

Für Betroffene zählt neben dem Hilfsmittel selbst die Betreuung nach der Erstversorgung. Kurze Wege zu einem innerstädtischen Fachbetrieb für mechatronische Prothesen und Orthesen erleichtern diese Nachsorge. Das Team begleitet Versicherte von der ersten orthopädischen Anamnese über den Alltagstest bis zu den oft komplexen Genehmigungsverfahren bei den Kostenträgern. Dabei stimmt sich der Betrieb eng mit behandelnden Ärzten, Kliniken und Therapeuten ab. Versorgt werden Versicherte aller gesetzlichen und privaten Krankenkassen. Als Ausbildungsbetrieb gibt ergonomic care sein Wissen zudem an den Nachwuchs im Orthopädietechniker-Handwerk weiter. Neben dem Hauptsitz in München betreibt das Unternehmen Standorte in Abu Dhabi und Al Ain in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Weiterführende Informationen zu den Versorgungsbereichen und Abläufen des Sanitätshauses sind abrufbar unter www.ergonomic-care.com
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