SCHINDLER Circle Powerday im Hotel de Rome: Berlin erlebt einen Tag voller Klartext, Geschäft, Verantwortung und neuer Allianzen.
Berlin. Während draußen über Bürokratie, Regulierung, Transformation und wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen diskutiert wird, wurde im Hotel de Rome nicht nur geredet, sondern gemacht. Rund 100 Unternehmerinnen und Unternehmer kamen zum SCHINDLER Circle Powerday nach Berlin - für einen Tag, der bewusst nicht nach klassischer Konferenz, nicht nach steifer Podiumsdiskussion und schon gar nicht nach Visitenkartentausch funktionieren sollte.
Es ging um Geschäft. Um Verantwortung. Um neue Märkte. Um Nachhaltigkeit. Um Social Media. Um Strategie. Um politische und regulatorische Herausforderungen für den Mittelstand. Um die Auswirkungen neuer Vorgaben wie der Verpackungsregulierung. Um Start-ups. Um gesellschaftliches Engagement. Und vor allem um eine Frage, die sich wie ein roter Faden durch den Tag zog:
Wie schaffen Unternehmer wieder mehr, anstatt immer mehr Zeit damit zu verbringen, auf Vorgaben, Krisen und Veränderungen zu reagieren?
Gastgeber des Powerdays war Bernhard Schindler, Gründer des SCHINDLER Circle und vielen in seinem Netzwerk als "Mr. Network" bekannt. Seine Botschaft an diesem Tag war deutlich: "Der deutsche Mittelstand braucht keine weiteren Sonntagsreden. Unternehmer brauchen Geschwindigkeit, Verlässlichkeit und Rahmenbedingungen, in denen sie wieder unternehmen können. Wir können nicht jeden Monat über Wettbewerbsfähigkeit sprechen und gleichzeitig immer neue Bürokratie produzieren. Wer Arbeitsplätze schafft, investiert, Steuern bezahlt und Verantwortung übernimmt, darf nicht permanent das Gefühl bekommen, zuerst erklären zu müssen, warum er überhaupt noch wachsen will." Kein weichgespülter Kongress. Kein Wohlfühlprogramm.
Der SCHINDLER Circle Powerday stand bewusst für Konfrontation mit den Themen, die Unternehmer aktuell beschäftigen.
Nachhaltigkeit traf auf Wirtschaftlichkeit. Wachstum auf Regulierung. Social Media auf echte Vertriebsstrategien. Neue Geschäftsmodelle auf traditionelle Mittelstandsstrukturen.
Und immer wieder ging es um die Realität zwischen Gesetzestext, Unternehmensalltag und Markt.
Gerade bei Themen wie neuen Verpackungsvorgaben wurde deutlich: Transformation ist notwendig - aber Unternehmen müssen sie organisatorisch und wirtschaftlich auch bewältigen können.
Schindler machte dabei klar: "Nachhaltigkeit und Unternehmertum sind keine Gegner. Aber Regulierung funktioniert nur dann, wenn diejenigen, die sie am Ende umsetzen müssen, auch gehört werden. Wir brauchen weniger Theorie über Unternehmen und wieder mehr Gespräche mit Unternehmern."
Der Powerday war dabei alles andere als eindimensional. Auf der Bühne standen Themen, die mittelständische Unternehmen aktuell unmittelbar beschäftigen: Nachhaltigkeitsstrategien, Positionierung, Kommunikation, Social Media, Führung, Vertrieb, Zukunftsmodelle und regulatorische Veränderungen. Doch der Anspruch des SCHINDLER Circle blieb dabei kompromisslos praktisch: Was bringt es? Was verändert es? Was können Unternehmer morgen anders machen? Und wo entsteht daraus tatsächlich Geschäft? Genau dafür steht das Powerday-Konzept.
Nicht 45 Minuten Frontalvortrag und danach der nächste Programmpunkt, sondern Diskussion, Austausch, Matchmaking und direkte Auseinandersetzung. Durch den Tag führte Moderator Leif Ahrens, der den Wechsel zwischen wirtschaftlichem Tiefgang, kontroversen Themen und unternehmerischem Entertainment zusammenhielt. Für zusätzliche Dynamik sorgten die sogenannten Powerrounds.
Hier übernahm Andreas Wagner die Moderation - und erhielt in Berlin gleichzeitig eine neue Rolle: Wagner wurde in die Geschäftsleitung des SCHINDLER Circle berufen. Ein Schritt, der zeigen soll, wohin sich der Circle entwickelt: weg von einem Netzwerk, hin zu einer immer stärker strukturierten Unternehmerplattform mit klaren Verantwortlichkeiten, Formaten und wirtschaftlichem Anspruch.
Besondere Aufmerksamkeit bekam in Berlin auch swipecor. Die neue Business-Plattform war erst unmittelbar zuvor vorgestellt worden und wurde beim Powerday bereits intensiv mit Unternehmern diskutiert. Dabei ging es nicht um eine weitere Social-Media-Plattform.
Der Anspruch ist deutlich größer. Mit swipecor soll eine digitale Infrastruktur entstehen, die Unternehmen, Entscheider, Anbieter und potenzielle Kunden schneller zusammenbringt und aus Kontakten konkrete Geschäftsmöglichkeiten macht.
Im Mittelpunkt steht dabei der KI-basierte Businessagent swAIper, der Matchmaking und Geschäftsanbahnung stärker automatisieren soll.
Für Schindler ist genau das die nächste Evolutionsstufe des Netzwerkens: "Wir haben jahrzehntelang Kontakte gesammelt. Jetzt müssen Kontakte endlich anfangen zu arbeiten. Ein Netzwerk ist kein Selbstzweck. Entscheidend ist, ob aus zwei Menschen ein Gespräch, aus einem Gespräch eine Chance und aus einer Chance Geschäft entsteht."
Der klassische Netzwerkgedanke wurde damit beim Powerday bewusst infrage gestellt. Nicht möglichst viele Kontakte.
Sondern möglichst viele relevante Verbindungen. Doch Unternehmertum endete in Berlin nicht bei Umsatz und Wachstum. Auch Start-ups bekamen auf der Bühne Raum, ihre Ideen zu präsentieren, Geschäftsmodelle vorzustellen und direkt vor erfahrenen Unternehmern zu pitchen. Dabei ging es nicht um Show. Es ging um Zugang. Zu Erfahrung. Zu Kapital. Zu Kunden. Zu Kontakten.
Und möglicherweise zum einen Gespräch, das für ein junges Unternehmen alles verändert. Gleichzeitig öffnete der SCHINDLER Circle seine Bühne bewusst auch für NGOs und gesellschaftliche Initiativen. Denn wirtschaftliche Stärke, so die Überzeugung des Circle, bringt Verantwortung mit sich. Das wurde besonders emotional bei der gemeinsamen Aktion mit Kinderlachen und Christian Vosseler. In einem Veranstaltungstag, der ansonsten von Strategie, Wachstum, Märkten und Geschäft geprägt war, entstand damit einer der Momente, die vielen Gästen besonders im Gedächtnis blieben. Plötzlich ging es nicht mehr um Umsatz. Nicht um Reichweite. Nicht um den nächsten Deal.
Sondern darum, was ein Netzwerk leisten kann, wenn Menschen ihre Reichweite, ihre Möglichkeiten und ihre wirtschaftliche Stärke gemeinsam für andere einsetzen.
Für Schindler gehört genau das untrennbar zusammen: "Ich will kein Netzwerk, das sich selbst feiert. Wenn 100 erfolgreiche Unternehmer in einem Raum sitzen, dann steckt dort eine unglaubliche Kraft. Wirtschaftlich - aber auch menschlich. Und dann haben wir verdammt noch mal auch die Verantwortung, diese Kraft dort einzusetzen, wo Menschen Unterstützung brauchen."
Feinstes Essen. Harte Diskussionen. Neue Geschäfte. Auch abseits der Bühne blieb der Anspruch hoch. Das Hotel de Rome bot den Rahmen für intensiven Austausch, hochwertiges Essen und Gespräche, die teilweise weit über das offizielle Programm hinausgingen. Denn der eigentliche Wert eines solchen Tages entsteht häufig genau dort: zwischen zwei Programmpunkten. Beim Essen. Am Tisch. Im persönlichen Gespräch.
Wenn aus einem Satz plötzlich eine Idee wird. Wenn zwei Unternehmer feststellen, dass sie seit Jahren am gleichen Problem arbeiten.
Wenn sich Kompetenzen ergänzen. Oder wenn aus einem zunächst beiläufigen Gespräch das nächste gemeinsame Projekt entsteht.
Genau diese Situationen will der SCHINDLER Circle systematisch erzeugen. Schindler nennt das den Return of Match. Die entscheidende Kennzahl eines Netzwerks sei nicht die Zahl seiner Mitglieder, sondern das, was aus den Verbindungen tatsächlich entsteht. Berlin war kein Event. Berlin war ein Statement. Der Powerday im Hotel de Rome zeigte damit exemplarisch, wofür der SCHINDLER Circle stehen will: Unternehmer bringen Unternehmer voran. Mit Klartext statt Floskeln. Mit Diskussion statt Selbstdarstellung. Mit Technologie statt Stillstand. Mit Verantwortung statt Gleichgültigkeit. Und mit der festen Überzeugung, dass wirtschaftlicher Erfolg und gesellschaftliches Engagement keine Gegensätze sind. Bernhard Schindler fasste den Tag entsprechend zusammen:
"Ich möchte nach einem Powerday nicht hören: ,Das war eine schöne Veranstaltung.' Das wäre mir zu wenig. Ich möchte hören: ,Ich habe heute einen Kunden kennengelernt. Einen Partner gefunden. Eine Entscheidung getroffen. Eine neue Strategie entwickelt. Oder verstanden, was ich morgen verändern muss.' Dann hatte dieser Tag einen Sinn."
Berlin lieferte dafür jede Menge Stoff. 100 Unternehmer. Start-ups. NGOs. Neue Technologien. Kontroverse Diskussionen. Geschäft. Verantwortung. Und eine Stimmung, die deutlich machte: Der Mittelstand wartet nicht darauf, dass jemand seine Probleme löst. Er setzt sich an einen Tisch. Er diskutiert. Er widerspricht. Er entscheidet. Und dann macht er.
100 Unternehmer. Ein Saal. Keine Ausreden.