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Alvarez & Marsal Wettbewerbsindex 2026 Branchenfokus Konsumgüter: Konsumgüterindustrie führt Wettbewerbsindex an

• Alvarez & Marsal • 2 Min. Lesezeit
München, 04.11.2026 – Die deutsche Konsumgüterindustrie behauptet sich im Branchenvergleich besser als andere Industriezweige. Mit einem Indexwert von 8 Punkten belegt sie im aktuellen Wettbewerbsindex der deutschen Industrie 2026 von Alvarez & Marsal (A&M) und der Deutschen Gesellschaft für Managementforschung (DGMF) den Spitzenplatz. Dennoch hat sich ihre Wettbewerbsposition gegenüber 2024 (13 Punkte) verschlechtert.

Die auf Interviews mit 246 Entscheidern über alle untersuchten Branchen hinweg basierende Studie zeigt: Steigender Kostendruck, Geschwindigkeit und der gezielte Einsatz Künstlicher Intelligenz zählen zu den zentralen Herausforderungen der Konsumgüterindustrie.

Die wichtigsten Studienergebnisse

89 % – Kostenposition gewinnt massiv an Bedeutung

89 Prozent der Konsumgüterunternehmen bewerten ihre Kostenposition als wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg um 15 Prozentpunkte – dem stärksten Zuwachs aller untersuchten Branchen.

82 % – Geschwindigkeit wird zum Wettbewerbsfaktor

82 Prozent messen der Schnelligkeit eine hohe oder sehr hohe Bedeutung bei. Insbesondere kurze Produktzyklen, volatile Nachfrage und sich verändernde Konsumgewohnheiten erfordern schnellere Entscheidungen und flexiblere Prozesse.

74 % – Künstliche Intelligenz ist strategisch relevant

Knapp drei Viertel der Unternehmen bewerten KI als wichtigen Wettbewerbsfaktor. Dennoch setzen bislang lediglich 47 Prozent KI-basierte Nachfrage- und Bestandsprognosen vollständig oder teilweise ein – obwohl diese zu den Maßnahmen mit einem besonders starken statistischen Zusammenhang zur Wettbewerbsfähigkeit gehören.

80 % – Klassische Kostenmaßnahmen dominieren

Vier von fünf Unternehmen setzen bereits auf strategisches Beschaffungs- und Lieferantenmanagement. Die Studie zeigt jedoch, dass vor allem datenbasierte Lieferkettensteuerung, präzisere Prognosen und eine konsequente Produkt-Priorisierung weitere Wettbewerbspotenziale eröffnen.

Umsetzung entscheidet über Wettbewerbsfähigkeit

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass klassische Kostensenkungsprogramme allein nicht ausreichen. Entscheidend wird, wie Unternehmen operative Effizienz, Geschwindigkeit und datenbasierte Entscheidungen miteinander verbinden.

Insbesondere zwischen der hohen strategischen Bedeutung Künstlicher Intelligenz und ihrer tatsächlichen Nutzung besteht erheblicher Nachholbedarf.

Die Executive Summary zur Konsumgüter Industrie finden Sie hier.

Methodik
Der Wettbewerbsindex der deutschen Industrie wird seit drei Jahren von Alvarez & Marsal (A&M) und der Deutschen Gesellschaft für Managementforschung (DGMF) erhoben. Grundlage der Studie 2026 sind persönliche Interviews mit 246 Entscheidern aus der Automobilindustrie, dem Maschinen- und Anlagenbau, der Chemie- und Pharmaindustrie sowie der Konsumgüterindustrie. Ergänzend wurden teilweise vertiefende Interviews geführt. Aus den Ergebnissen wird ein Indexwert auf einer Skala von −100 bis +100 berechnet, der die Einschätzung der jeweiligen Wettbewerbsposition abbildet.

(Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.)
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